Als Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN / Die PARTEI im Mannheimer Gemeinderat bleiben wir bei unserer klaren Haltung: Wir lehnen den Beschluss zum Bebauungsplan Nr. 63.33 „Otto-Bauder-Anlage“ und die vorgesehene Bebauung in der vorliegenden Form ab (jetzt zur Einsicht ausgelegt).
Bereits zu Beginn des Verfahrens haben wir deutlich gemacht, dass wir das Areal aus klimatischen und ökologischen Gründen von einer Bebauung freihalten wollen. Wertvolle Grün- und Freiflächen erfüllen essenzielle Funktionen für das Mikroklima, die Frischluftzufuhr und den Schutz vor sommerlicher Überhitzung in Mannheim und Seckenheim. In Zeiten fortschreitender Klimakrise noch immer Grünräume in dieser Bauform leichtfertig zu versiegeln, ist aus Sicht unserer Fraktion der falsche Weg für unsere Stadt.
Autozentrierte Verkehrskonzepte auf Kosten der Mieter*innen
Besonders absurd wird die Planung durch das vorgelegte Erschließungs- und Mobilitätskonzept: Anstatt ein nachhaltiges, autoarmes Quartier mit optimaler Anbindung an den Umweltverbund, sicheren Rad- und Fußwegen sowie Sharing-Angeboten zu schaffen, zementiert der vorliegende Entwurf die autozentrierte Verkehrsplanung vergangener Jahrzehnte.
Dass für das Quartier nun sogar eine neue Anschlussstraße gebaut werden soll, deren immense Kosten über Umwege direkt auf die künftigen Mieterinnen und Mieter abgewälzt werden, ist sozial- und wohnungspolitisch nicht hinnehmbar. Unser Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Bezahlbarer Wohnraum entsteht nicht dadurch, dass teure, überflüssige Straßenbauprojekte in die Miet- und Nebenkosten eingepreist werden. Deshalb können wir unter diesen Rahmenbedingungen die Bebauung der Otto-Bauder-Anlage nicht mittragen. Die Pläne sind jetzt öffentlich einsehbar. Einwände können bei dem ausgelegten Plan eingebracht werden.