Antrag zur Sitzung des Gemeinderats am 28.07.2026
Der Gemeinderat beschließt
Die Verwaltung prüft:
- Welche konkreten baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen an den Schulen in städtischer Trägerschaft notwendig sind, um einen effektiven und flächendeckenden Hitzeschutz für Schülerinnen, Schüler sowie Lehrkräfte zu gewährleisten.
- Welcher finanzielle Gesamtaufwand für die Umsetzung dieser Maßnahmen erforderlich ist, aufgeteilt nach kurz-, mittel- und langfristig realisierbaren Schritten.
Begründung:
Die Auswirkungen der Klimakrise sind in den vergangenen Jahren auch in Mannheim immer deutlicher spürbar geworden. Mannheim liegt in der klimatisch ohnehin stark belasteten Oberrheinebene, die regelmäßig zu den heißesten Regionen Deutschlands zählt. Die Zahl der Sommertage und insbesondere der Tropennächte sowie der Tage mit extremer Hitzebelastung nimmt kontinuierlich und messbar zu.
Diese Entwicklung stellt eine zunehmende Belastung für die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit von Kindern, Jugendlichen und Lehrkräften dar. Viele Schulgebäude im Stadtgebiet, insbesondere ältere Bestandsbauten oder Gebäude mit großen Fensterfronten und unzureichender Dämmung, heizen sich in den Sommer- und Spätsommermonaten so stark auf, dass ein konzentriertes Lernen und Unterrichten kaum mehr möglich sind.
Bisherige punktuelle Maßnahmen reichen nicht mehr aus, um auf die veränderten klimatischen Realitäten zu reagieren. Die Stadt Mannheim steht in ihrer Funktion als Schulträgerin in der Pflicht, für eine lernförderliche und gesundheitlich unbedenkliche Umgebung zu sorgen.
Um zielgerichtet und budgetschonend agieren zu können, bedarf es einer systematischen Bestandsaufnahme durch die Verwaltung. Hierbei sollten sowohl bauliche Maßnahmen, außenliegender Sonnenschutz, Dach- und Fassadenbegrünung, Entsiegelung von Schulhöfen, optimierte Lüftungskonzepte als auch technische Lösungen, sonnenreflektierende Fensterfolien, effiziente Verschattungsanlagen und organisatorische Anpassungen geprüft werden.